Industriegeschichte
Zu Fabriksgründungen im Gloggnitzer Gemeindegebiet kam es erst um die Mitte des 19. Jh., verarbeitet wurden und werden Eisen, Textilien, Holz, Kunststoffe und vieles mehr.
In Stuppach errichtete Kapar Erdl 1845 eine Spinnfabrik. Der gesamte Besitz der Erdl'schen Spinnfabrik ging 1895 von den Erben an die AG der privaten Papierfabrik Schlöglmühl über.
Im Jahre 1870 baute die Fürstin Franziska von Liechtenstein die Papierfabrik in Stuppach und 5 Jahre danach die Zellulosenfabrik. Beide gingen in den Besitz der k.k. privat Papierfabrik Schlöglmühl über, die 1908 die Werke in Stuppach und Schlöglmühl an die Neusiedler AG verkaufte.
Die NAG legte 1957 die Zellulosenfabrik und 1972 die Papierfabrik still. In der besten Zeit (1956) hatten in den Stuppacher Werken bis 400 Personen gearbeitet.
Die zweite große Fabrik im Stadtgebiet aus der Gründerzeit, die noch in Betrieb ist, ist die Filztuchfabrik. 1852 gründeten die Brüder Volpini de Maestri in Gloggnitz eine Streichgarnspinnerei, die sie 1871 in eine Kappenfabrik (Fezfabrik) umbildeten. Im Jahre 1908 wurde die neue Anlage auf dem Oberen Zeilfeld geschaffen. Nach dem ersten Weltkrieg (1923) wurde das Werk in Gloggnitz aus der AG der Fezfabrik ausgegliedert und als AG der österreichischen Fezfabriken selbstständig weitergeführt. Neben der Tuchproduktion wurden schon 1945 Papierfilze und technische Gewebe hergestellt. 1950- 1955 wurde das Werk bedeutend vergrößert. Seit 1967 werden nur mehr technische Produkte erzeugt (Filze für Papier- und Asbestmentindustrie, syntetische Filze, Nadelfilze) als einziger Produzent in Österreich. 1975 ist das Werk in den Besitz der Huyck Corporation in North Carolina (USA) übergegangen. 1980 wurde die Huyck Corporation in den BTR-Konzern in Boston eingegliedert und gehört seit 1999 dem Konzern Xerium S.A. an. Zur besten Zeit waren in Gloggnitz fast 900 Personen beschäftigt.
Homepage der Firma Huyck.Wangner Austria GmbH: http://www.xerium.com
1974 etablierte sich ein einem Neubau in Gloggnitz die Plastikfabrik "Roco-Modellspielwaren" des Ing. Rössler und gab ihre Provisiorien in Schmidsdorf und Furth auf. Sie ist dei Zweigstelle eines Salzburger Betriebes und erzeugt für diesen Schienen und Weichen für Modelleisenbahnen.
Der jüngste Industriebetrieb ist die Schokoladen- und Zuckerwarenfabrik Lindt & Sprüngli ( F.L. Hofbauer AG), die im Industriegebiet Stuppach, zwischen Schwarza undSüdbahn, eine der modernsten und umweltfreundlichsten Produktionsstätten Europas errichtete und 1993 in Betrieb nahm. Je nach Saison (Ostern, Weihnachten) sind dort 300 - 350 Personen, überwiegend Frauen beschäftigt.
Homepage der Firma Lindt & Sprüngli:
http://www.lindt.at/
Besonders hervorzuheben ist auch die 1967 gegründete "KarasekGroup", ebenfalls angesiedelt im Industriegebiet Stuppach. Neben den Hauptmärkten Deutschland und Österreich wurde seit 1998 ein internationales Vertriebsnetz aufgebaut welches zur Zeit acht Länder umfasst.
Homepage: http://www.karasekgroup.at/




