Stadtamt

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2640 Gloggnitz

Katastralgemeinden

Die kleinste Einheit in der Verwaltung, die politische Gemeinde, besteht wieder aus mehreren Katastralgemeinden. Diese Bezeichnung stammt aus dem Jahr 1820/21. Damals wurde aller Grundbesitz, gleichgültig ob er den Herrschaften oder den anderen Gemeindebewohnern gehörte, vermessen. Man bezeichnete damit die Gesamtheit der Grundstücke, die in der Mappe des Ortes verzeichnet sind.

Gloggnitz besitzt 10 solche Katastralgemeinden. Sie entsprechen zumeist den einzelnen Ämtern der ehemaligen Probsteiherrschaft und waren von dieser die Steuergemeinden.


1. Abfaltersbach:
Ein in einem Graben liegender Weiler. Der Name kommt von mhd. apfalter, affalter = wilder Apfelbaum.

 

2. Aue:
Ort und Bach haben den gleichen Namen.
Die Au bezeichnete früher ein wasserumflossenes Land, eine Insel oder auch das Flussufer.

 

3. Berglach:
Ein Weiler am Hang des Weißjackels.
Der Name ist zu deuten mit "bei den Berg(l)ern", bei den Leuten auf dem Berg.

 

4. Eichberg:
1343 wird unterschieden zwischen einem "Aichperchsuperior" und einem "Aichperchinferior",
heute Vorder- und Hintereichberg. Nicht nur die zerstreut liegenden Häuser bzw. Weiler hießen Eichberg, auch der 4 km lange Gebirgsstock, der in mehrere Kogel, Hügel und Riegel aussteht.

 

5. Gloggnitz (Furth und Gföhl):
Gloggnitz ist schon eine alte Siedlung. Als die ersten Benediktinermönche 1084 kamen und zehn
Jahre hernach schon ein kleines Kloster errichtet hatten, soll es schon längst bestanden haben.
Die günstige Lage an der alten Reichstraße und die 1842 gebaute Wien-Gloggnitzer Eisenbahn, die Lage in den Bergen und nicht zuletzt Handel, Gewerbe und Industrie trugen wesentlich zur Vergrößerung des Ortes bei, sodass Gloggnitz zu Recht am 20. Oktober 1926 zur Stadt erhoben wurde. Der Kern des Ortes liegt um den Hauptplatz (seit 1970 Dr. Karl Renner-Platz ->Dr. Karl Renner), der 1879 noch Anger war.
Mehrmals wurde der Ortskern umgebildet.
Die jüngste Ausgestaltung mit Grünanlage, Springbrunnen und Pergola stammt aus dem Jahr 1977.
Lange Zeit war die Schlosskirche die Pfarrkirche, das Schloss als mächtigstes Gebäude, sah mit seinen vielen Räumlichkeiten mehrere bedeutende Persönlichkeiten zu Gast.
In den Jahren 1979/81 wurde das erste fünf Stock hohe Wohnhaus in der Nähe des Bahnhofes mit 37 Wohnungen errichtet.

 

6. Graben:
Eine Rotte in einer Falte des Raachberges, auch als "Grabl" bekannt.

 

7. Heufeld:
Die Rotte schrieb sich 1343 Heveld später auch Häfeld.

 

8. Saloder:
Eine Rotte von 9 Häusern hieß 1347 Saloter. Die Straße von Stuppach hinauf wurde 1963 angelegt.

 

9. Stuppach:
Nach Gloggnitz ist sie die größte und bedeutendste Katastralgemeinde der Ortsgemeinde Gloggnitz, sowohl bevölkerungsmäßig als auch wirtschaftlich. In vier Teile könnte man die KG gliedern, ins Dorf mit dem Schloss, die ehemalige Fabrik mit den Wohnhäusern, in den Buchbachgraben und den Stuppachgraben.

 

10. Weißenbach:
Bach und Dorf haben den gleichen Namen.