Sehenswürdigkeiten

    Die Jubiläumswarte am Silbersberg – ein Aussichtspunkt für Gloggnitz

    Anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Stadt Gloggnitz“ wurde am Silbersberg die Jubiläumswarte errichtet. Sie ist ein besonderer Ort, um die Natur zu genießen, innezuhalten und Gloggnitz aus einer anderen Perspektive zu erleben. Als Ausflugsziel für Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste verbindet sie die Geschichte unserer Stadt mit einem bleibenden Erlebnis in der Natur.

    Ein Luftbild eines hohen Turms mit einer Wendeltreppe, umgeben von einem üppigen grünen Wald und einer Stadt in der Ferne.

    Eine Warte mit Geschichte

    Die Jubiläumswarte stand ursprünglich als „Infoblick Fröschnitzgraben“ der ÖBB-Infrastruktur AG im Bereich der Baustelle des Semmering-Basistunnels. Nachdem sie dort ihre ursprüngliche Funktion erfüllt hatte, stellte die ÖBB das Bauwerk kostenlos zur Verfügung. Die Warte wurde fachgerecht abgebaut und am Silbersberg wiedererrichtet.

    Durch die Wiederverwendung des bestehenden Bauwerks konnte ein nachhaltiges Projekt umgesetzt und ein besonderer Aussichtspunkt für Gloggnitz geschaffen werden.

    Zugang zur Jubiläumswarte

    Die Jubiläumswarte ist ausschließlich zu Fuß erreichbar und als Ziel für Spaziergängerinnen, Spaziergänger und Wanderbegeisterte vorgesehen. Die Zufahrt mit Fahrzeugen ist nicht möglich.

    Vom Bahnhof über den Schlangenweg

    Vom Bahnhof Gloggnitz gelangt man zur Unteren Silbersbergstraße und folgt dem rot markierten Wanderweg zwischen alten Hausmauern hindurch. Der Schlangenweg führt in Serpentinen den Jungberg hinauf und anschließend am Rand einer Wiese entlang. Bei der Wegkreuzung hält man sich links und folgt der teilweise blauen Markierung durch den Wald zur neuen Jubiläumswarte Silbersberg nahe dem Zwickl-Marterl.
    Gehzeit: etwa eine Stunde ab Bahnhof, je nach Tempo.
    Charakter: leichter Wanderweg mit einigen steileren Abschnitten; feste Schuhe sind empfehlenswert.

    Alternativer Aufstieg über die Obere Silbersbergstraße

    Ein direkterer, allerdings deutlich steilerer Zustieg führt über die Obere Silbersbergstraße. Man geht am Spielplatz vorbei in Richtung Schlöglmühl. Unmittelbar nach dem letzten Haus auf der rechten Straßenseite zweigt rechts ein schmaler Steig bergauf ab. Dieser führt zunächst über kleinere Felsstufen und anschließend steil durch den Wald hinauf zur Warte.
    Charakter: steiler, stellenweise felsiger Steig, der Trittsicherheit und feste Schuhe erfordert. Die kürzere Strecke bedeutet daher nicht unbedingt eine kürzere Gehzeit.

    Finanzierung und Unterstützung

    Die Errichtungskosten der Jubiläumswarte beliefen sich auf rund 200.000 Euro. Etwa 50 Prozent davon wurden über das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt. Darüber hinaus konnten rund 65.000 Euro durch Sponsoring aufgebracht werden.

    Die Stadtgemeinde Gloggnitz bedankt sich herzlich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern, insbesondere bei der Raiffeisenbank, der Firma Pusiol, der Sparkasse, Billa Miskovic, AY-KA Bau, Fabbri Dach, Krems Schrott/H.-J. Erhart Transporte und Wopfinger Transportbeton. Ein besonderer Dank gilt ebenso der ÖBB, den Grundeigentümern sowie allen Personen und Institutionen, die an Planung, Genehmigung und Umsetzung beteiligt waren.


    Die Stadtgemeinde Gloggnitz wünscht allen Besucherinnen und Besuchern
    einen angenehmen Aufenthalt und schöne Ausblicke über Gloggnitz.


    Christkönigskirche

    Eine Kirche mit einem hohen Turm und einem Kreuz darauf, umgeben von Bäumen und Laub mit Herbstfarben.

    Bereits in der Mitte des vergangen Jahrhunderts berichtet die Pfarrchronik vom Platzmangel in der Schlosskirche (Pfarrkirche). Die Pfarre und die Kirche standen nach Auflassung der Formbacher Benediktiner-Propstei unter dem Patronat des Schlossbesitzers. Dieses Verhältnis und der Platzmangel bewogen bereits Pfarrer Franz Xaver Witkovski (1850-1862) sich mit dem Neubau eines Gotteshauses zu befassen.

    1927 wird der Tiroler Architekt Dr. Clemens Holzmeister von Pfarrer Bucher um Entwürfe für eine neue Kirche gebeten.

    Am 13.09.1933 erfolgte die Grundsteinweihe mit Kardinal Innitzer.

    1938 - 1945 muss der Kirchenbau eingestellt werden.

    1942 - 1948: Die Sonntagsgottesdienste werden in der halbfertigen Christkönigskirche gefeiert.

    1956: Prof. Holzmeister legt neue Vorentwürfe für den Umbau der Christkönigskirche vor. (Abbruch des Kolumbariums).

    01.04.1962: Weihe der Neuen Kirche durch Erzbischof Dr. Jachym.

    So geht die sehr lange Baugeschichte der Kardinal Piffl-Gedächtniskirche – jetzt Christkönigskirche – zu Ende. Im Sinne des Erbauers Prof. Clemens Holzmeister steht sie auf der Anhöhe, aber dennoch mitten in der Stadt weit die Tore öffnend, hin zu Christus, dem König, der weit die Arme öffnet, um uns aufzunehmen.

    Der 29 m hohe massige Torturm weist ein Mosaik mit einem wachehaltenden Engel auf, darüber ist ein großes Rundfenster mit wuchtigem Maßwerk, dem Zeichen der Krone. Das Maßwerk daneben soll auf die Ausstrahlung des Königtums Christi in alle Welt hinweisen. Im Turm untergebracht, ist eine, von Giselbert Hoke wohl eigenwillig gestaltete Kapelle, für die Meditation des Erlösungsgeheimnisses bestimmt und der Chorraum mit der von Prof. Mertens geschaffenen Orgel. Das Mittelschiff ist hell, das Mosaik im Altarraum (R.K. Fischer) zeigt sitzend Christus den König, umgeben von Symbolen der vier Evangelisten. Die Decke besteht aus nach vorne ziehenden kleinen Tonnengewölben. Die zum Altar schreitenden Engel sind auf Pappelholztafeln gemalt. Auf einem Podium aus alpengrünem Marmor steht der weiße Opfertisch (aus griechischem Marmor).

    Im linken Gewölberaum ist die Marienkapelle, mit dem keramischen Taufschrein von Prof. Alexander Silveri aus Graz untergebracht, im rechten, die Taufkapelle, mit dem keramischen Taufschrein von Ohnesorg und dem Osterkerzenleuchter von Hagenauer. Die Seitenschiffe haben mit burgenländischen Steinplatten (Loretto) belegte Betonpfeiler und moderne Fenster von Bergkristall und Rosenquarz.


    Adresse

    Hartholzstraße 5
    2640 Gloggnitz

    Denkmäler und Gedenksteine

    Eine Barock-Skulpturennische mit einem Kreuz auf der Spitze. Sie zeigt eine zentrale Statue eines Mannes und eines Kindes, flankiert von zwei Engelstatuen.

    Den barocken Johannes Nepomuk-Bildstock auf dem Johannesfelsen, unterhalb des Schlosses, hat Propst Franz Langpartner bei der Barockisierung des Klosters errichten lassen. Der Bildstock, der schon arg beschädigt war, wurde 1976 restauriert, die künstlerischen Arbeiten führte der Bildhauer Kessler durch.

    Das Kriegerdenkmal an der Nordwand der St. Othmarskapelle, errichtet 1928, hat der Bildhauer Richard Ruepp aus dem Pustertal aus einem Kalkmonolithen von St. Margarethen (Burgenland) nach dem Entwurf des heimischen, zuletzt in Perchtoldsdorf lebenden Architekten Baurat Dr. Julius Bergmann angefertigt

    Das Theodor-Maria-Vogel-Denkmal wurde 1962 in einer Grünanlage neben der Einbindung der Reichenauer Straße von der Sängerschaft des Schwarzatales zu Ehren des 1. Obmannes und Mundartdichters aufgestellt, aber 1976 vor die evangelische Dreieinigkeitskirche in die Hoffeldstraße verlagert. Die Bronzebüste stammt von dem bekannten Markenstecher Prof. Georg Wimmer aus Haßbach.

    Renner-Gedenkstein - anläßlich des 100. Geburtstages Dr. Karl Renners wurde auf dem alten Hauptplatz, der in Dr. Karl Renner Platz umbenannt wurde, ein zur Würdigung der Verdienste um unser Vaterland und zum getreuen Gedenken an den Bürger und Ehrenbürger der Stadt am 14. Dezember 1970 ein geschliffener Granitblock gesetzt.


    Ghega-Gedenkstein - Er wurde 1954 anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Semmeringbahn von der Stadtgemeinde Gloggnitz in einer eigens hiezu geschaffenen Grünanlage auf der Zeile errichtet.

    Filialkirche Stuppach

    Ein Foto einer kleinen Kirche mit einem Turm und einer Person davor. Das Gebäude ist weiß mit einem Turm auf der linken Seite. Bäume umgeben die Kirche, und der Himmel ist klar.

    Im Schloss Stuppach befand sich eine Kapelle, die beim Brand des Schlosses in der Nachkriegszeit, wie dieses selbst, schwer in Mitleidenschaft gezogen wurde.

    Als Neubau entstand 1959-1961 nach den Plänen des Architekten Dipl. Ing. Josef Wöhnhart aus Wien auf einer Erhebung über dem zerstörten Renaissancegebäude die Filialkirche St. Florian.

    Die Glasfenster stammen von K. Steiner. Bemerkenswert ist das alte Barockkreuz über dem Altar. Eingemauert hinter dem Altar ist eine Kupferkapsel mit einer Urkunde. Die Decke besteht aus nach vorne ziehenden kleinen Tonnengewölben. Die zum Altar schreitenden Engel sind auf Pappelholztafeln gemalt. Auf einem Podium aus alpengrünem Marmor steht der weiße Opfertisch (aus griechischem Marmor).


    Adresse

    Stuppacher Straße 46
    2640 Stuppach

    Kapelle Maria Taferl am Eichberg

    Eine kleine Kirche mit einem Turm und einem grünen Dach ist von Bäumen in einem Wald umgeben.

    Nach einer unbestätigten Überlieferung soll schon im 16. Jhdt. auf dem Gotschakogel eine Kapelle errichtet worden sein.

    Eine Legende berichtet von einem Schäfer, der ein Bild der schmerzhaften Muttergottes gefunden hatte und dieses an einem Baum, dort wo später die Kapelle errichtet wurde, befestigte. Man brachte das Bild dann ins Tal, jedoch dreimal wurde das Bild wieder auf dem Gotschakogel gefunden, bis der Entschluss reifte, dort eine Kapelle zu bauen.

    Die Einweihung der gemauerten, kleinen Kapelle erfolgte 1857 durch Dechant Franz Hofbauer. Der große Anbau – eine Holzkonstruktion – wurde durch Johann und Josef Wappel, Ing. Wegerer und Anton Scheikel 1878 fertiggestellt.

    Entlang des steilen Weges zur Kapelle wurde auch ein Kreuzweg errichtet.


    Adresse

    Hochstraße 4
    2640 Gloggnitz

    Schloss Stuppach

    Ein großes weißes Gebäude mit vielen Fenstern und einem roten Dach ist nachts beleuchtet und von Bäumen und Gras umgeben.

    Schloss Stuppach im südlichen Niederösterreich ist weltberühmt. Von hier aus erging der Auftrag an W.A. Mozart das Requiem zu komponieren. Als „Mozarts letztes Schloss“ hat sich der Standort seit 2003 zu einem Geheimtyp für höchsten Musikgenuss in zauberhaftem Ambiente entwickelt. Jedes Monat treten Künstler von internationalem Rang auf und präsentieren musikalische Raritäten vor ausverkauftem Haus. Mehr über die Konzerte können Sie gerne der Homepage www.mozart-schloss.com entnehmen.

    Die Geschichte geht weit zurück bis ins Jahr 1130, wo die erste Nennung erfolgte. Es war unter anderem das Stammschloss der Grafen von Wurmbrand-Stuppach. Viele berühmte Gäste hinterliessen Ihre Spuren auf Schloss Stuppach, sei es nun Papst Pius VI oder Kaiser Franz I von Lothringen. Mehr über die bewegte Geschichte von Schloss Stuppach finden Sie unter www.mozart-schloss.com.

    Seit einiger Zeit ist das Schloss im Privatbesitz von Reinhard und Rita Zellinger.


    Adresse

    Schloss Stuppach Allee 1
    2640 Gloggnitz

    St. Othmar Kapelle

    Eine kleine Kirche mit schwarzem Dach und Glockenturm befindet sich auf einem Stadtplatz, mit einem Baum und einer gelben Struktur auf der rechten Seite.

    Die dem hl. St. Othmar geweihte Kapelle (Marktkapelle genannt) zählt zu den ältesten Bauwerken des Ortes, die Angabe des vermutlichen Baujahres sind verschieden: 1001, 1101, 1102, jedenfalls auch Zahlen vor dem Erscheinen der Benediktinermönche (1084, 1094).

    Die Kapelle, einst Mittelpunkt des kleinen Ortes, der kaum geschützt war, wurde durch Feindeinwirkung und Brand immer wieder stark in Mitleidenschaft gezogen. Dennoch ist aus dem gotischen Bau des 14. Jhdt. noch der zweijochige Chor und das Kreuzrippengewölbe erhalten. Durch die Entfernung der in jüngerer Zeit angefügten Zubauten zur Vergrößerung des Kirchenschiffes ist auch von außen die Schönheit des Gebäudes mit seinen gotischen Fenstern und den abgetreppten Strebepfeilern erkennbar.

    In der kleinen Kapelle werden noch heute Gottesdienste gefeiert und Andachten abgehalten.


    Adresse

    Dr. Karl Renner-Platz
    2640 Gloggnitz